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IT-Organisation · 2 Min. Lesezeit

Künstliche Intelligenz im Unternehmen: sicher und datenschutzkonform nutzen

KI-Assistenten schreiben Texte, fassen Dokumente zusammen und beantworten Fragen. Viele Mitarbeitende nutzen sie längst – oft ohne klare Regeln. Das birgt Risiken für Datenschutz und Geschäftsgeheimnisse.

Grafik: Computerchip mit den Buchstaben KI als weiße Strichzeichnung in grünen Ringen auf dunklem Grund mit Leiterbahnen

Künstliche Intelligenz kann kleinen Unternehmen enorm helfen: beim Formulieren von Angeboten, beim Zusammenfassen langer Dokumente, bei Recherchen oder beim Programmieren kleiner Automatisierungen. Gleichzeitig landen dabei schnell Daten in fremden Systemen, die dort nicht hingehören.

Die größten Risiken

  • Datenabfluss: Bei vielen kostenlosen KI-Diensten können Eingaben zur Verbesserung der Modelle verwendet werden. Kundendaten, Verträge oder interne Zahlen haben dort nichts verloren.
  • Falsche Ergebnisse: KI-Systeme formulieren überzeugend – auch dann, wenn die Inhalte falsch sind. Ergebnisse müssen immer geprüft werden.
  • „Schatten-KI“: Mitarbeitende nutzen private Konten, weil es keine offizielle Lösung gibt. Damit verlieren Sie die Kontrolle über Ihre Daten.
  • Urheber- und Persönlichkeitsrechte: Auch bei generierten Texten und Bildern können Rechte Dritter betroffen sein.

Was verlangt die EU-KI-Verordnung?

Die europäische KI-Verordnung (AI Act) gilt schrittweise. Für die meisten kleinen Unternehmen, die KI-Werkzeuge lediglich nutzen, ist vor allem eine Pflicht relevant, die bereits seit dem 2. Februar 2025 gilt: Unternehmen, die KI-Systeme einsetzen, müssen dafür sorgen, dass ihre Mitarbeitenden über ausreichende KI-Kompetenz verfügen (Art. 4 KI-Verordnung). Das heißt: Wer KI nutzt, sollte ihre Möglichkeiten, Grenzen und Risiken kennen. Eine kurze Schulung und eine schriftliche Richtlinie sind ein guter Nachweis.

Strengere Pflichten gelten für sogenannte Hochrisiko-Anwendungen, etwa KI bei Personalentscheidungen oder in der Kreditvergabe. Wer KI in solchen Bereichen einsetzen möchte, sollte sich vorher rechtlich beraten lassen.

Daten-Ampel für KI-Tools

AmpelBeispieleRegel
🟢 GrünÖffentliche Informationen, allgemeine Fragen, Textentwürfe ohne PersonenbezugNutzung erlaubt
🟡 GelbInterne, aber nicht vertrauliche InhalteNur in freigegebenen Business-Tools mit Vertrag
🔴 RotPersonenbezogene Daten, Gesundheitsdaten, Verträge, Zugangsdaten, GeschäftsgeheimnisseNicht in KI-Tools eingeben – außer in eigens geprüften Lösungen

So führen Sie KI sicher ein

  1. Offizielle Lösung bereitstellen: Nutzen Sie Business-Versionen mit Auftragsverarbeitungsvertrag, Datenverarbeitung möglichst in der EU und ausgeschlossenem Training mit Ihren Daten.
  2. KI-Richtlinie festlegen: Welche Tools sind erlaubt, welche Daten dürfen hinein, wie werden Ergebnisse geprüft und gekennzeichnet?
  3. Team schulen: Chancen, Grenzen, Datenschutz – damit erfüllen Sie zugleich die Pflicht zur KI-Kompetenz.
  4. Klein anfangen: Ein oder zwei konkrete Anwendungsfälle mit messbarem Nutzen statt „KI für alles“.
  5. Regelmäßig überprüfen: Tools und Rechtslage entwickeln sich schnell weiter.

Unterstützung bei der Einführung

Wir helfen bei der Auswahl passender KI-Werkzeuge, der sicheren Einrichtung in Ihrer IT-Umgebung und der Erstellung einer praxistauglichen KI-Richtlinie.

Hinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Rechtliche Angaben entsprechen dem Stand der letzten Aktualisierung.