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IT-Sicherheit · 2 Min. Lesezeit

Homeoffice und mobiles Arbeiten – aber sicher

Arbeiten von zu Hause, beim Kunden oder unterwegs ist für viele Teams selbstverständlich geworden. Damit verlassen aber auch Unternehmensdaten das geschützte Büronetz.

Grafik: Laptop mit Haus-Symbol und Funkwellen als weiße Strichzeichnung in grünen Ringen auf dunklem Grund mit Leiterbahnen

Im Büro schützen Firewall, verwaltetes Netzwerk und physische Zugangskontrolle die Daten. Im Homeoffice oder im Zug fällt vieles davon weg. Mit einigen klaren Regeln und der richtigen Technik bleibt das Sicherheitsniveau trotzdem hoch.

Die Technik: Fünf Grundpfeiler

  • Verschlüsselte Verbindung: Zugriffe auf interne Systeme laufen über ein VPN oder über abgesicherte Cloud-Dienste mit Mehr-Faktor-Anmeldung.
  • Verschlüsselte Geräte: Festplatten von Notebooks und Smartphones sind verschlüsselt (z. B. BitLocker, FileVault). Ein gestohlenes Gerät ist dann ärgerlich, aber kein Datenleck.
  • Zentral verwaltete Geräte: Updates, Virenschutz und Sicherheitseinstellungen werden zentral gesteuert – auch wenn das Gerät nie ins Büro kommt.
  • Automatische Bildschirmsperre nach wenigen Minuten Inaktivität.
  • Sichere Ablage: Daten landen in der Unternehmensablage oder -Cloud, nicht auf dem Desktop oder USB-Stick.

Private Geräte: Ja oder nein?

Die Nutzung privater Geräte für dienstliche Zwecke („Bring Your Own Device“) wirkt günstig, ist aber riskant: Sie haben keinen Einfluss auf Updates, Virenschutz oder die anderen Nutzer des Geräts – und dienstliche Daten vermischen sich mit privaten. Besser sind dienstliche Geräte. Wenn private Smartphones genutzt werden, dann nur mit einer sauber getrennten, verwalteten Arbeitsumgebung.

Unterwegs: Öffentliches WLAN und neugierige Blicke

  • In Hotel-, Bahn- oder Café-WLANs nur mit aktivem VPN arbeiten – oder den mobilen Hotspot des Diensthandys nutzen.
  • Eine Sichtschutzfolie verhindert, dass Mitreisende mitlesen.
  • Vertrauliche Telefonate nicht in der Öffentlichkeit führen.
  • Geräte nie unbeaufsichtigt lassen – auch nicht „nur kurz“.

Das Heimnetz nicht vergessen

Der private Router ist das Tor zum Homeoffice. Er sollte aktuelle Firmware haben, ein individuelles Passwort statt des Werkspassworts nutzen und WLAN mit WPA2 oder besser WPA3 verschlüsseln. Smarte Geräte wie Fernseher oder Kameras gehören idealerweise in ein Gastnetz.

Auch Papier ist ein Datenträger

Ausdrucke mit Kundendaten gehören nicht ins Altpapier. Für das Homeoffice sollte es eine klare Regel geben – etwa einen abschließbaren Behälter oder die Mitnahme ins Büro zur sicheren Vernichtung.

Checkliste für Ihre Homeoffice-Richtlinie

  • Nur dienstliche, zentral verwaltete und verschlüsselte Geräte
  • Zugriff auf interne Systeme nur per VPN bzw. abgesicherter Cloud mit MFA
  • Automatische Updates und Virenschutz, zentral überwacht
  • Bildschirmsperre und Clean-Desk-Regel
  • Regeln für öffentliche WLANs und Gespräche unterwegs
  • Klare Meldewege bei Verlust oder Diebstahl eines Geräts
  • Regelung zum Umgang mit Ausdrucken

Hinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Rechtliche Angaben entsprechen dem Stand der letzten Aktualisierung.