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IT-Organisation · 2 Min. Lesezeit

Software-Lebenszyklus: Was tun, wenn der Support endet?

Jede Software hat ein Ablaufdatum. Danach gibt es keine Sicherheitsupdates mehr – und jede neu entdeckte Lücke bleibt dauerhaft offen.

Grafik: Monitor mit Uhr als Zeichen für das Support-Ende als weiße Strichzeichnung in grünen Ringen auf dunklem Grund mit Leiterbahnen

Hersteller versorgen ihre Produkte nur für einen festgelegten Zeitraum mit Sicherheitsupdates. Endet dieser Zeitraum, funktioniert die Software zwar weiter – sie wird aber mit jeder neu entdeckten Schwachstelle unsicherer. Angreifer suchen gezielt nach solchen Systemen.

Wichtige Stichtage im Überblick

ProduktEnde der SicherheitsupdatesStatus
Windows 1014. Oktober 2025Nur noch über kostenpflichtige erweiterte Sicherheitsupdates (ESU)
Office 2016 und Office 201914. Oktober 2025Ausgelaufen
Exchange Server 2016 und 201914. Oktober 2025Ausgelaufen
Windows Server 2012 / 2012 R210. Oktober 2023Ausgelaufen
Windows Server 201612. Januar 2027Umstieg jetzt planen

Die Angaben beziehen sich auf die regulären Lebenszyklen des Herstellers. Maßgeblich sind die aktuellen Informationen von Microsoft.

Warum „läuft doch noch“ keine Strategie ist

  • Sicherheitsrisiko: Ungepatchte Systeme sind ein bevorzugtes Einfallstor für Erpressungstrojaner.
  • Datenschutz: Der Einsatz von Software ohne Sicherheitsupdates ist mit den Anforderungen an angemessene technische Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO kaum vereinbar.
  • Versicherungsschutz: Viele Cyber-Versicherungen setzen aktuelle, unterstützte Systeme voraus.
  • Kompatibilität: Neue Programme, Drucker oder Branchensoftware unterstützen alte Systeme irgendwann nicht mehr.

Was tun mit Geräten, die Windows 11 nicht unterstützen?

Windows 11 setzt unter anderem einen TPM-2.0-Sicherheitschip und einen unterstützten Prozessor voraus. Ältere Rechner erfüllen das oft nicht. Die Optionen:

  1. Ersetzen: Meist die wirtschaftlichste Lösung, besonders bei Geräten, die älter als fünf Jahre sind.
  2. Erweiterte Sicherheitsupdates (ESU) nutzen: Für Unternehmen kostenpflichtig und zeitlich begrenzt – eine Brücke, keine Dauerlösung.
  3. Isolieren: Für Spezialgeräte (z. B. an Maschinen oder Medizingeräten), die nicht ersetzt werden können: vom Internet und vom übrigen Netz trennen.

Der Lebenszyklus-Plan

Mit einem einfachen Plan werden Investitionen planbar und böse Überraschungen vermieden:

  • Inventar aller Geräte und Programme mit Anschaffungsdatum und Support-Ende
  • Austauschzyklus festlegen – z. B. Arbeitsplätze nach 4–5 Jahren, Server nach 5–6 Jahren
  • Budget jährlich gleichmäßig einplanen statt alles auf einmal zu erneuern
  • Branchensoftware-Hersteller frühzeitig nach Kompatibilität fragen
  • Alte Geräte datenschutzkonform löschen und fachgerecht entsorgen

Im Rahmen unseres Managed Service behalten wir die Lebenszyklen Ihrer Systeme im Blick und weisen Sie rechtzeitig auf anstehende Erneuerungen hin.

Hinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Rechtliche Angaben entsprechen dem Stand der letzten Aktualisierung.